Phantastischer Realismus

Ein Mädchen oder junge Frau, umgeben von rosaroten Blumen und Schlangen, von denen sie mit offenen Augen zu träumen scheint.
Träumen von Schlangen, Öl auf Baumwolle, 25 cm x 30 cm, 2017

Die Malerei der mexikanischen Künstlerin Jennifer Jennsel beruht auf surrealistische, symbolistische Einflüsse sowie Anklänge des magischen Realismus.

 

Der mexikanische Surrealismus hat für die Malerin eine besondere Bedeutung. In Europa wird zumeist die surrealistische und damit auch die Malerei von Jennifer Jennsel fast ausschließlich mit Frida Kahlo verbunden. Wenngleich sie eine große und inzwischen über die mexikanischen Landesgrenzen hinaus anerkannte Künstlerin ist, überragten Einflüsse anderer Künstlerinnen und Künstler die Malkunst Jennifer Jennsels. Vor allem Remedios Varo und Jorge Quiróz, der Lehrer ihres Vaters, José Luis Ruissó, übten in den ersten Jahren ihres Schaffens einen nachhaltigen Eindruck auf die Künstlerin aus. Das hinderte sie nicht daran, ihren eigenen Stil zu entwickeln, der nur unzureichend mit Attributen wie phantastisch, surrealistisch, magisch-realistisch oder symbolistisch zu charakterisieren ist.

 

Jennifer Jennsel malt vorwiegend in Öl. Für Vorstudien, Auftragsarbeiten und Bilder, die in kurzer Zeit fertiggestellt werden müssen, verwendet sie gerne auch Farben wie Aquarell, Gouache und Acryl.

 

Das Zeichnen hat für die Malerin einen ebenso hohen Stellenwert wie die Malerei. Ihre hoch entwickelte, filigrane und detailgetreue Zeichentechnik bildet die Grundlage ihrer Bilder. Ihre Zeichnungen sind überdies als eine eigenständige Kunstform anzusehen, bei der die Künstlerin ihrer Phantasie und Seele freien Lauf lassen kann und dabei etwas völlig Neues erschafft. Das ist Grund genug, ihren Zeichnungen einen eigenen Platz in der Galerie zu widmen.